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Photovoltaik richtig dimensionieren statt Dach vollpacken
Die größtmögliche Anlage ist selten die wirtschaftlichste. Wie sich die passende Größe aus Ihrem Verbrauch ergibt.

Warum „so groß wie möglich“ zu kurz greift
Jede zusätzliche Modulreihe erhöht den Ertrag, aber nicht zwingend den Nutzen. Entscheidend ist, wie viel des erzeugten Stroms tatsächlich im Gebäude verbraucht wird. Strom, der zu Zeiten anfällt, in denen niemand ihn benötigt, wird eingespeist und dabei anders bewertet als selbst genutzter Strom.
Der Verbrauch ist der Ausgangspunkt
Sinnvoll ist es, mit dem Jahresstromverbrauch und seinem zeitlichen Verlauf zu beginnen. Ein Haushalt, in dem tagsüber niemand zu Hause ist, hat ein völlig anderes Profil als einer mit Homeoffice, und ein Betrieb mit Zweischichtbetrieb hat wieder ein anderes.
Geplante Verbraucher gehören in die Rechnung
Wer in absehbarer Zeit eine Wärmepumpe oder eine Wallbox ergänzen möchte, sollte das jetzt berücksichtigen. Beide verschieben das Verbrauchsprofil deutlich und rechtfertigen häufig eine größere Anlage, als der aktuelle Verbrauch nahelegt.
- Wärmepumpe: zusätzlicher Verbrauch überwiegend im Winterhalbjahr
- Wallbox: planbarer, gut verschiebbarer Verbrauch
- Speicher: verschiebt Verbrauch in die Abendstunden
Was das Dach vorgibt
Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Eindeckung begrenzen, was technisch sinnvoll umsetzbar ist. Ost-West-Belegungen liefern zwar in der Spitze weniger, passen aber häufig besser zum Tagesverlauf des Verbrauchs als eine reine Südausrichtung.




